Es gibt Rezepte, die man einmal ausprobiert und nie wieder vergisst – und dieser Brokkoli-Käse-Puffer gehört für mich genau dazu. Ich erinnere mich noch an den Tag, als ich das erste Mal darauf gestoßen bin. Es war ein verregneter Dienstag, der Himmel grau, die Kinder quengelten, und ich stand wie so oft ratlos in der Küche. Im Kühlschrank: ein halber Brokkolikopf, ein Stück Käse, ein Becher Quark, und ein paar Cashewkerne, die schon bessere Tage gesehen hatten. Ich wollte eigentlich nichts Großes kochen, nur etwas Warmes, Gesundes, das satt macht, ohne dass man danach das Gefühl hat, einen ganzen Festtagsbraten gegessen zu haben.
So sind diese kleinen, goldbraunen Brokkoli-Käse-Puffer entstanden – aus der Not heraus, aber mit Liebe, Experimentierfreude und ein bisschen Bauernverstand. Und jetzt, Jahre später, sind sie eines meiner Lieblingsrezepte geworden. Nicht nur, weil sie so unglaublich lecker sind, sondern weil sie mich jedes Mal daran erinnern, dass gesunde Küche nicht kompliziert sein muss.
Ich bin ja jemand, der mit Gemüse aufgewachsen ist. Meine Eltern hatten einen großen Garten hinter dem Haus, und Brokkoli war da eines der ersten Dinge, die wir Kinder ernten durften. Ich mochte ihn damals ehrlich gesagt gar nicht – zu grün, zu „nach Pflanze“. Aber irgendwann hab ich verstanden, was meine Mutter meinte, wenn sie sagte: „Das Zeug macht dich stark wie ein Ochse.“ Heute, Jahrzehnte später, bin ich selbst die, die im Garten steht und Brokkoli pflückt, und dabei denke ich an sie.
Und was mich jedes Mal begeistert: Brokkoli ist so ein bescheidenes Gemüse – pflegeleicht, genügsam, und trotzdem steckt er voller Kraft. Er ist reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Vitaminen und hat fast keine Kohlenhydrate – perfekt also, wenn man sich Low Carb ernährt oder einfach bewusster essen will.
Wenn ich also meine Brokkoli-Käse-Puffer mache, beginne ich immer damit, den Brokkoli zu waschen, den Strunk zu entfernen (aber nicht wegwerfen – der ist essbar und voller Geschmack!) und ihn in grobe Stücke zu schneiden. Dann nehme ich meine alte Küchenreibe – die mit dem Holzgriff, die schon meine Oma benutzt hat – und reibe den Brokkoli fein. Wer es moderner mag, kann natürlich auch einen Zerkleinerer nehmen, aber ich finde, mit der Hand gemacht schmeckt’s besser.
Der nächste Schritt ist der Käse. Ich nehme meistens Emmentaler, weil er so schön schmilzt und diesen mild-nussigen Geschmack hat. Aber manchmal, wenn ich’s kräftiger mag, mische ich auch ein bisschen Bergkäse oder alten Gouda darunter. Etwa 140 Gramm reibe ich fein und mische sie gleich mit dem Brokkoli.
Dann kommen die Cashewkerne – und hier liegt das Geheimnis. Sie geben den Puffern nicht nur Biss, sondern auch dieses leicht süßliche Aroma, das perfekt mit dem würzigen Käse harmoniert. Ich hacke sie grob, nicht zu fein, damit man später beim Kauen kleine Stücke spürt.
Jetzt nehme ich zwei Eier und schlage sie in eine große Schüssel. Dazu kommt ein Becher Quark (125 Gramm) – das sorgt dafür, dass alles schön saftig bleibt. Ich rühre das Ganze kräftig um, presse vier kleine Knoblauchzehen hinein (bei mir dürfen sie ruhig etwas mehr sein, denn Knoblauch ist nicht nur gesund, sondern verleiht den Puffern das gewisse Etwas) und würze mit Kräutersalz, Pfeffer und einer Prise Muskat.
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